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Entstehung eines Classic-Racers auf Basis einer 1972er Kawasaki 350 S2 mit einem Dreizylinder Zweitakt-Motor

 

Die Idee, eine klassische Rennmaschine aufzubauen, reifte in meinem Kopf bereits im Oktober 2009 beim entrümpeln meines Kellers. Dort fand ich etliche Teile, die ursprünglich als Ersatzteile für meine straßenzugelassene "Dreifuffziger" gedacht waren. Ein kompletter Motor und sogar ein 1972er Rahmen waren dabei! Was lag also näher, als diese edlen Teile zu etwas ganz Besonderem zusammen zu fügen? Als angenehmer Nebeneffekt sollte dadurch obendrein sogar noch etwas Platz im Keller entstehen (Dies sollte sich später jedoch als illusorisch herausstellen). Also fing ich an, mir Gedanken zu machen, wie dieser Classic-Racer aussehen sollte. Als ich eine ziemlich klare Vorstellung von dem fertigen "Rennerle" im Kopf hatte, begann ich mit der Umsetzung dieser Idee bereits im Winter 2009. Es sollte eine absolut einzigartige Maschine werden. So begann ich, die noch fehlenden Teile zusammen zu tragen, zum Einen wurden Teile zugekauft, zum Anderen wurden viele Teile auch selbst hergestellt.

 

 

Oben sieht man den kompletten Motor und unten einen Rahmen sowie ein paar Räder.

 

Zuerst wurde ein Vorderrad von einer KH 250, welches schon eine serienmäßige Scheibenbremse montiert hat, aus dem Fundus heraus gesucht. Mit gereinigter Radnabe, neu verchromten Speichen und ebensolcher Felge versehen und zentriert.

Radnabe ist schön gestrahlt und leicht poliert.
Neue Radlager wurden bei dieser Gelegenheit natürlich auch gleich eingebaut.
Sieht doch schon ganz toll aus!

Nun war der Motor an der Reihe. Zuerst brauchte er eine stärkere Kupplung, von einer KH 400, mit verstärkten Kupplungsfedern. Schließlich sollte aus dem Motor noch etwas mehr Leistung herausgekitzelt werden, die auch auf die Straße gebracht werden muss. Hier entsteht ja eine klassische Rennmaschine.

Erst das Öl ablassen und die alte Kupplung mit 6 Lamellen ausbauen,
dann das Primärzahnrad, den Kupplungskorb und die neuen Beläge (7 Lamellen) samt Stahlscheiben und verstärkten Federn einbauen und festziehen...
... und schon ist die Sache mit der Kupplung erledigt.

Wegen dem Vorderrad mit Scheibenbremse brauchte ich dringend breitere Gabelbrücken und eine neue Gabel. Was lag also näher, als am Wochenende eine fast komplette Kawasaki KH 250 für "kleine Maus" aus der Nähe von Augsburg abzuholen

Als nächstes wandte ich mich wieder dem Motor zu. Es sollten Maßnahmen zur Leistungssteigerung des Motors durchgeführt werden.

Um die Steuerzeiten zu verändern wurden zuerst die Kolben einlaßseitig bearbeitet
und anschließend wieder montiert.
Um die Motorcharakteristik noch etwas spitzer zu gestalten, wurde am Zylinderfuß ein Aluminiumblech (manche nennen sowas "Spacer") zwischen zwei Fußdichtungen montiert.
Nun wurden die Zylinder, welche einlaßseitig leicht und auslaßseitig stark poliert wurden, wieder auf den Motorblock gebracht.

Danach wurden neue Zylinderkopfdichtungen aufgelegt und......

...... die bearbeiteten Zylinderköpfe mit dem richtigen Drehmoment von 24 Newtonmeter angezogen.

Nun ging es darum, einen überlangen Tank zu kreieren und den Höckersitz anzupassen.

Für weitere Anpassungsarbeiten wurden provisorisch ein alter Motor, ein Satz alter Räder und die Fußrastenanlage montiert. Den Tank legte ich auch schonmal auf,
dann habe ich den Tank anschließend mit Karton in die Form gebracht, wie er einmal aussehen sollte. Den Höckersitz mußte ich hierzu selbstverständlich auch provisorisch montieren.

Um den Tank zu modifizieren und die Auspuffbirnen aus Edelstahl zu schweißen, wurde das Motorrad von meinem Freund Jogi aus dem Ruhrgebiet abgeholt, damit er die Auspuffe in Ruhe genau an das Fahrzeug anpassen konnte. Jogi kann einfach viel besser schweißen als ich

 

Schon bald erhielt ich, per Email, die ersten Fotos von der Entstehung der Auspuffanlage und den ersten Entwurf von der Form des Tanks.

Während das Motorrad bei Jogi war, schraubte ich schon einmal die Verkleidungsscheibe an die klassische Halbschale.

Nächste Aufbaustufe der Auspuffkonstruktion....
.... und schon sind die äußeren Rennbirnen fertig, bis auf die Schalldämpfer natürlich.
Zum Schluß wurde der mittlere Auspuff fertiggestellt.

Fehlten nur noch die Auspuffhalterungen, die auch schon in Arbeit sind, wie man unten sieht.

 

 

Weiter ging das mit der Verlängerung des Benzintanks

Mitte Mai 2010 brachte mir Jogi dann die Rennmaschine im Rohbau wieder zurück.

Hier seht ihr rechts Jogi, den großen Meister der Schweißnaht
Die Freude war riesengroß, als ich das Rennerle mit den neuen Rennbirnen wieder Zuhause hatte.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit der straßenzugelassenen "Dreifuffziger" ist gut zu erkennen.

Jogi ist wieder in Oberhausen und der Classic-Racer steht wieder in der heimischen Garage.

An dieser Stelle ist es an der Zeit, mich bei Jogi für seine hervorragende Arbeit ganz herzlich zu bedanken

 

 

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